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Schleiereule & Turmfalke

Förderungsprojekt Schleiereule und Turmfalke St.Galler Rheintal

Die nachtaktive Schleiereule und der tagaktive Turmfalke sind typische Bewohner der Rheintaler Kulturlandschaft. Als Kulturfolger finden sie häufig in Gebäuden einen Brutplatz. Beide Arten ernähren sich vorwiegend von Mäusen. So verzehrt zum Beispiel eine ganze Turmfalkenfamilie rund 20 Mäuse pro Tag.

In den letzten Jahrzehnten nahmen die Bestände von Schleiereule und Turmfalke schweizweit ab. Der Verein Pro Riet Rheintal lancierte deshalb 2006 in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Vogelwarte Sempach und interessierten Landwirten aus der Region ein Förderungsprojekt für die beiden bedrohten Vogelarten.

Als Höhlenbrüter lassen sich Schleiereule und Turmfalke mit Nistkästen gezielt fördern. Im Projektgebiet zwischen Au und Oberriet stehen ihnen mittlerweile über 160 Nistkästen zur Verfügung. Der weitaus grösste Teil wurde im Rahmen des Projekts durch den Landwirtschaftlichen Maschinenring Rheintal hergestellt und durch Montagetrupps fachgerecht montiert. Die meisten Nistkästen befinden sich auf Bauernhöfen im Inneren von landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden. Eine jährliche Kontrolle der Nistkästen und die konsequente Beringung der jungen Schleiereulen und Turmfalken erlauben es, den Bruterfolg abzuschätzen.

Brutplätze nützen wenig, wenn die Vögel dem Nachwuchs nicht genügend Futter zutragen können. Durch das Anlegen von Buntbrachen, extensiven Wiesen und Hecken kann die Dichte von Kleinsäugern und Grossinsekten erhöht werden. Diese bilden wiederum die Nahrungsgrundlage von Schleiereulen und Turmfalken. Deshalb liegt ein Ziel des Projekts in der Schaffung weiterer ökologischer Ausgleichsflächen.

Verpassen Sie es nicht, einen Blick durch die Webkameras zu werfen! Es lohnt sich – vor allem zur Brutzeit.

Kurzbericht 2018